Kirche in der Region Krefeld
http://region-kr.kibac.de/nachrichtenansicht?view=detail&id=cf9d4102-5520-4cc2-971a-e4b4921fe61c

 

 
 
Krefelder Marienschüler sind unermüdlich im sozialen Dienst

Projektleiter Stefan Koopmann und Patin Gerda Stevens (hinten) sind stolz auf den engagierten sozialen Einsatz von Schülern wie Edda, Rieke, Jonah und Malte (v. l.).

Vollbild

 
 

 

Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 45/2015

Unermüdlich im sozialen Dienst

Die Achtklässler der Marienschule haben weit mehr als die vorgesehenen 60 Stunden geleistet

Das „Soko-Projekt“ – die Abkürzung steht für „soziale Kompetenz“ – gibt Schülern einen Einblick in die Jugend- oder Seniorenarbeit. An der Marienschule erhielten die eifrigen Teilnehmer nun Urkunden für ihren Einsatz.

Vor zehn Jahren hatte das Jugendrotkreuz die Aktion „Soko“ ins Leben gerufen. In Kooperation mit den Schulen und mit der Hilfe von Projektpaten sammeln Schüler der siebten und achten Klassen Erfahrungen in sozialen Einrichtungen. Die Teilnahme ist freiwillig. „Wenn der Einsatz verpflichtend wäre, würde das der Idee nicht gerecht. Außerdem würden solche Schüler ihre Arbeit nicht gut machen, und das wäre für alle Beteiligten unangenehm“, meint Stefan Koopmann, Lehrer und Projektleiter an der Marienschule.


Die Schüler suchen sich den Einsatzort selbst aus

Das Projekt in den achten Klassen durchzuführen, hält er für genau richtig, denn die 14-Jährigen seien schon recht vernünftig. „In diesem Alter machen Jugendliche ihre sozialen Erfahrungen und beginnen, sich auch beruflich zu orientieren“, sagt er. 60 Einsatzstunden sieht das Projekt vor, die die Jugendlichen in ihrer Freizeit absolvieren sollten. In der Regel suchen sie sich ihre Tätigkeit selbst aus. „Sie bekommen die Einladungsschreiben vor den Sommerferien, damit sie genügend Zeit haben, sich umzusehen. Manche würden am liebsten sofort anfangen. Es ist aber besser, wenn sie sich erst gründlich informieren“, sagt Koopmann.

Auch Gerda Stevens ist voll des Lobes. Als Projektpatin vermittelt sie bei eventuellen Unstimmigkeiten zwischen den Schülern und den Mitarbeitern der betreffenden Einrichtung. Regelmäßig pflegt sie Kontakte und kümmert sich darum, dass alles gut läuft. „Diesmal sind viele darunter, die 100 und mehr Stunden gemacht haben“, freut sie sich.


In der Ganztagsbetreuung sind immer Helfer gesucht

Den Rekord halten in diesem Jahr Edda und Jonah, die im Hülser Jugendzentrum „Türmchen“ gearbeitet haben. 148 Stunden kamen zusammen, bei Edda sogar noch mehr, denn sie hatte vorab schon mitgeholfen, einen Kindergottesdienst in Hüls vorzubereiten. Als sich herausstellte, dass sie allein mit diesem Projekt keine 60 Stunden füllen konnte, wechselte sie zum Jugendzentrum. Einige Ideen aus der vorherigen Arbeit mit den Kindern konnte sie dann nochmals aufgreifen. Ebenso wie Jonah verbrachte sie insgesamt vier Wochen bei der Ferienganztagsbetreuung. „Das waren zwei Wochen in den Sommerferien und je eine in den Oster- und Herbstferien. Darum sind es so viele Stunden geworden“, erklärt Jonah.
Der 13-jährige Malte hatte sich für ein Seniorenheim entschieden und dort mit den Bewohnern Freizeit verbracht. „Wir waren spazieren, haben Fotos angesehen, gesungen oder gespielt“, schildert er. Das habe Spaß gemacht.

Die 14-jährige Rieke war bei den Pfadfindern und leitete dort eine jüngere Gruppe. Sie selbst gehört seit ihrem 5. Lebensjahr zum Stamm der Kreuzritter von Thomas Morus. „Es ist auch für die Leiter eine Entlastung, wenn mehr Betreuer da sind“, sagt sie. „Jeder Teilnehmer bekommt eine Begleitmappe vom DRK, in der die Arbeit dokumentiert und beurteilt wird“, erklärt Stevens.

Diese Mappen seien auch für sie wertvoll, wenn sie sich beim Besuch am Einsatzort orientieren möchte, wie der jeweilige Schüler zurechtkomme. In einem anhängenden Fragebogen sollen die Schüler unter anderem angeben, ob sie ihre Arbeit als sinnvoll empfunden haben. Alle haben das eindeutig bejaht. Fast ebenso stolz wie die Betroffenen ist Stevens auf manche lobenden Einträge der „Arbeitgeber“. So wurden Edda, Jonah und Rieke schon jetzt gefragt, ob sie später, mit 18 Jahren, als Honorarkräfte mitarbeiten möchten.


Von Regina Kraus

Veröffentlicht am 04.11.2015

 
Test