Kirche in der Region Krefeld
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Was kann Gemeinde? lautete die Frage bei einem regionalen KAB-Treffen in Krefeld

Pfarrer Karl-Heinz Laurier (l.), hier mit Wilfried Schmitz, sprach auf Einladung der KAB.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 50/2015

Gemeinde aufbauen kann, darf und soll jeder

Beim Treffen der KAB Osterath forderte Karl-Heinz Laurier mehr Selbstbewusstsein der Christen

„Inwieweit haben wir die Ziele erreicht, die wir uns für die Gemeinde gesetzt haben?“ Zu dieser Grundsatzfrage hatte die KAB Osterath als Referenten den früheren Diözesanpräses Pfarrer Karl-Heinz Laurier eingeladen.

Dass die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) vor allem das Etikett „Kirche Jesu Christi“ trägt, stellte Laurier gleich am Anfang fest. Die Hoffnung auf Gerechtigkeit und Frieden gehöre nicht nur theoretisch zu den Zielen des Verbandes. Immer wieder beteiligten sich die Mitglieder und Ortsgruppen an Aktionen, die konkret auf Missstände hinweisen und Alternativen anbieten. „Jeder kann sich einbringen und erfährt, dass die eigenen Fähigkeiten gefragt sind“, sagte Laurier. Diese Haltung ermögliche ein geschwisterliches Miteinander. Laurier rief den rund 20 Teilnehmern ins Bewusstsein, dass eine Kirche, die Bedingungen stellt und mehr moralische Prüfstelle als Ermutigung für den Einzelnen ist, nicht dem Bild vom Reich Gottes entspreche, das Jesus propagiert habe.

Jeder Einzelne könne aber dazu beitragen, dass dieses Bild korrigiert wird und Menschen für die Gemeinschaft – konkret für die christliche Ortsgemeinde – gewonnen werden. Um das zu verkörpern, was Nachfolge Jesu bedeutet, brauche niemand auf eine Beauftragung zu warten, sondern solle sich nur am Evangelium orientieren. So könne man auch die Mauern überwinden, die sich mancherorts zwischen Klerikern und Laien aufbauen. Die Verantwortung dürfe nicht allein auf Geistliche geschoben werden. Eine aktive Gemeinde habe genügend Ausstrahlungskraft, dass sich mehr Menschen anschließen möchten. Bibellesung, Gottesdienste und die Reflexion des alltäglichen Lebens seien dazu da, die christliche Hoffnung lebendig zu halten. Solidarität gelte weltweit allen Armen und Ausgegrenzten. Das solle jeder mutig in der Öffentlichkeit vertreten.


Von Regina Kraus

Veröffentlicht am 09.12.2015

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